Alltag mit Hund - Die Macht unserer Worte 3- der Ton macht die Musik
Der Ton macht die Musik*
Wortwahl, Tonfall und Körpersprache sind untrennbar miteinander verbunden
Die Entscheidung, ob man etwas als KOMMANDO oder SIGNAL gibt, wirkt direkt darauf, wie wir sprechen und wie wir uns bewegen.
Tonfall und Körpersprache Mensch
positive Sprache=positive Stimme=positive Körpersprache
Die Wortwahl wirkt wie ein mentales Startsignal für unseren gesamten Ausdruck.
positive Worte wie zum Beispiel “ Komm mal mit“ statt, „Hier her, sofort!“ aktivieren-
eher freundliche Tonlagen beim Menschen
führen zu entspannter, offener Körperhaltung
der Hund fühlt sich sicherer und kooperationsbereiter
negative, druckvolle Worte wie zum Beispiel „Nein!“, „Lass das jetzt!“ –
spannen die Stimme des Menschen an
Körpermuskulatur wirkt angespannt
Hunde lesen diese Spannung oft als Warnung oder gar Drohung
daraus folgt Verunsicherung oder eine Stressreaktion
Beispiel Kommando
innere Haltung= ich fordere das du gehorchst
Tonfall= oft lauter, härter, abgehackter
Körpersprache= frontal, eventuell vorgebeugt, Druck erzeugend, oft mit fixierendem, strengen Blick
Wirkung auf den Hund= kann Stress, Unsicherheit, Angst auslösen
Beispiel Signal
Innere Haltung= ich zeige dir, was ich möchte
Tonfall= ruhiger, weicher, fließender
Körpersprache= offen, einladend, eher seitlich lockerer Blick
Wirkung auf den Hund= fördert Entspannung, Lernbereitschaft, Kooperation
Neurowissenschaftlicher Hintergrund
Tonfall und Körpersprache wirken direkter auf den Hund als unsere eigentlichen Worte
Hunde sind Meister im Lesen nonverbaler Signale
klingt unsere Sprache freundlich werden bei Hund und Mensch Bindungshormone wie Oxytocin ausgeschüttet
harte Töne oder drohende Körpersprache lässt den Cortisolspiegel im Hund steigen
das wiederum mindert nicht nur das Wohlbefinden sondern
vor allem auch die Lernfähigkeit
Fazit
Positive Sprache formt automatisch unseren Tonfall und unsere Körpersprache und genau das entscheidet, wie der Hund unser Signal emotional abspeichert!
Wer also „Signal“ statt „Kommando“ denkt, verändert sich oft unbewusst und zwar ins Positive!
Setzt eure Sprache doch mal bewusst POSITIV ein und schaut auf eure Veränderungen und die Wirkung auf das Gegenüber- Mensch oder Tier.
Nette Worte, eine freundliche Stimme und ein ehrliches Lächeln sind nicht nur im Hundetraining der Schlüssel zu einem besseren Verständnis. Sie öffnen auch bei uns Menschen Türen, Herzen und Ohren.


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