Alltag mit Hund - Die Macht unserer Worte 2-Kommando vs Signal
Kommando vs Signal
Begriffe die wir im Training verwenden, prägen unsere Haltung dem Hund gegenüber.
Sie beeinflussen unsere eigene Körpersprache.
Sie beeinflussen unsere Erwartungshaltung.
Sie beeinflussen unseren Tonfall & damit die Beziehung zwischen Hund und Mensch.
Kommando
stammt aus dem militärischen Kontext und signalisiert
Hierarchie
Kontrolle
Gehorsam
Kommando- laut Definition
kurzer (… festgelegter, militärischer) Befehl
bzw durch einen Befehl erteilter Auftrag
Wer also von „Kommando“ spricht, denkt oft in: “ Der Hund muss den Befehl sofort befolgen-Kategorien“.
Meist wird durch den Menschen ein „blindes“ ausführen erwartet, ohne einer Spur von Selbstwirksamkeit oder dem Zusprechen eigener Denkfähigkeiten.
Signal
„ich sende dir eine Information“
neutraler & partnerschaftlicher
Hund kann freiwillig reagieren und ausführen
veränderte interaktive Dynamik
Sprache prägt Haltung und Haltung prägt Sprache.
Wenn ICH Signale gebe , dann spreche ich meine Hunde als denkende, fühlende Wesen an und nicht als „Befehlsempfänger“.
Mein Ziel ist
freiwilliges Mitmachen, nicht blinder Gehorsam
keine Hierarchie, sondern Sicherheit durch Bindung
Fokus aufs Lernen, statt Angst oder Einschüchterung
ein lernfähiges Wesen, kein gesteuerter Roboter
Beziehung statt Befehle & eine Kommunikation auf Augenhöhe
Beispiele zur Verdeutlichung
Kommando- PLATZ!, meist mit dem entsprechendem Befehlston-Erwartung: mechanisches Ausführen, ggf. wird auch mit Nachdruck oder körperlichem Druck das Kommando durchgesetzt.
Signal- GEH PLATZ oder LEG DICH NIEDER , meist mit freundlicher Stimme- Erwartung: der Hund versteht das Signal und führt es gerne und sicher aus, weil er gelernt hat, dass es sich lohnt.
Fazit
Signale (und Beziehungsorientiert) heißt nicht regellos, sondern verantwortungsvoll klar.
Signale sind ein Ausdruck achtsamer Kommunikation. Sie schließen Verbindlichkeiten, Konsequenz und Grenzen keineswegs aus. Im Gegenteil, sie machen sogar authentischer und nachhaltiger, weil sie nicht auf Angst, sondern auf Vertrauen beruhen.


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