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Alltag mit Hund - Die Macht unserer Worte 2-Kommando vs Signal

vor 5 Tagen
1 Min. Lesezeit

Kommando vs Signal

  • Begriffe die wir im Training verwenden, prägen unsere Haltung dem Hund gegenüber.

  • Sie beeinflussen unsere eigene Körpersprache.

  • Sie beeinflussen unsere Erwartungshaltung.

  • Sie beeinflussen unseren Tonfall & damit die Beziehung zwischen Hund und Mensch.

Kommando

  • stammt aus dem militärischen Kontext und signalisiert

  • Hierarchie

  • Kontrolle

  • Gehorsam

Kommando- laut Definition

  • kurzer (… festgelegter, militärischer) Befehl

  • bzw durch einen Befehl erteilter Auftrag

Wer also von „Kommando“ spricht, denkt oft in: “ Der Hund muss den Befehl sofort befolgen-Kategorien“.

Meist wird durch den Menschen ein „blindes“ ausführen erwartet, ohne einer Spur von Selbstwirksamkeit oder dem Zusprechen eigener Denkfähigkeiten.

Signal

  • „ich sende dir eine Information“

  • neutraler & partnerschaftlicher

  • Hund kann freiwillig reagieren und ausführen

  • veränderte interaktive Dynamik

Sprache prägt Haltung und Haltung prägt Sprache.

Wenn ICH Signale gebe , dann spreche ich meine Hunde als denkende, fühlende Wesen an und nicht als „Befehlsempfänger“.

Mein Ziel ist

  • freiwilliges Mitmachen, nicht blinder Gehorsam

  • keine Hierarchie, sondern Sicherheit durch Bindung

  • Fokus aufs Lernen, statt Angst oder Einschüchterung

  • ein lernfähiges Wesen, kein gesteuerter Roboter

Beziehung statt Befehle & eine Kommunikation auf Augenhöhe

Beispiele zur Verdeutlichung

Kommando- PLATZ!, meist mit dem entsprechendem Befehlston-Erwartung: mechanisches Ausführen, ggf. wird auch mit Nachdruck oder körperlichem Druck das Kommando durchgesetzt.

Signal- GEH PLATZ oder LEG DICH NIEDER , meist mit freundlicher Stimme- Erwartung: der Hund versteht das Signal und führt es gerne und sicher aus, weil er gelernt hat, dass es sich lohnt.

Fazit

Signale (und Beziehungsorientiert) heißt nicht regellos, sondern verantwortungsvoll klar.

Signale sind ein Ausdruck achtsamer Kommunikation. Sie schließen Verbindlichkeiten, Konsequenz und Grenzen keineswegs aus. Im Gegenteil, sie machen sogar authentischer und nachhaltiger, weil sie nicht auf Angst, sondern auf Vertrauen beruhen.


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